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Wer ich bin? Das ist gar nicht so einfach. An dem einen Tag bin ich die 22-jährige Studentin, die glücklich mit ihrem Freund ist, tolle Freundinnen hat, einen guten Abschluss machen möchte, die es liebt zu tanzen und lächelnd durch die Welt geht. Im nächsten Moment bin ich das alles verschlingende Monster, das kein Halt kennt, keine Grenzen, alles in sich hineinstopft, um es kurze Zeit später wieder auf der Toilette los zu werden und das ganze dann wieder und wieder von vorne durchspielt. Von Selbsthass zerfressen. Ekel vor dem eigenen Körper. Ein ewiger Kampf zwischen meinen beiden Seiten. Die kranke Seite bezeichne ich übrigens gerne als Trixie. Aber wie fing der ganze Mist denn überhaupt an? Jetzt sofort meine ganze Lebensgeschichte zu veröffentlichen wären wohl etwas "too much". Deshalb erst die Kurzfassung: Ich war immer ein unbeliebtes, moppelig bis dickes, unverstandenes Mädchen. Bis ich mich kurz vor dem Abitur dazu entschlossen habe abzunehmen. Das hat auch hervorragend funktioniert, ich habe in weniger als 2 Monaten über 15kg abgenommen, sah besser aus, fühlte mich besser und meine Umwelt hat natürlich auch besser auf mich reagiert. Ein paar wenige ahnten natürlich, dass diese Abnahme viel zu schnell ging, um gesund zu sein, aber dass meine Essstörung hier schon begonnen hat, wollte ich natürlich nicht wahrhaben. Danach hab ich 2 Jahre lang mit ständigen Jojo-Effekten gekämpft. Also nach jeder Diät kam der Einbruch, das Vollstopfen und das Zunehmen bis zur nächsten Diät und dann wieder von vorne. Bis ich dann im Herbst 2012 weggezogen bin, um mein Studium zu beginnen. Da ging es mir richtig gut, ich hab nicht darauf geachtet, was ich esse und hatte nach 1,5 Jahren endlich mal kein schlechtes Gewissen mehr und war eben einfach glücklich. Bis ich dann bis zum Winter ganz schnell 10 kg zugenommen hatte. Dann ging es wieder los mit einer Diät. Zu Beginn sogar relativ human. Weniger und gesünder essen, etwas Sport, erstmal ganz low. Und als die ersten 10 kg unten waren, wollte ich natürlich mehr und hab mich weiter eingeschränkt, d.h. weniger essen, mehr Sport. Und aus weniger essen wurde immer weniger und weniger und weniger mit striktem Kalorienzählen (max. 600). Naja und so waren auch ganz flott innerhalb von 10 Monaten 30kg weniger an mir. Ich hab mich klasse gefühlt. Jeder sagte mir, dass ich super aussehe, manche haben mich kaum noch erkannt, sagten ich hätte mich ja halbiert... Alles Futter und Antrieb noch weiterzumachen. Und dann stand Weihnachten 2013 vor der Tür. Plätzchen, Glühwein, Lebkuchen, Braten, Klöse .... Und ganz schnell hatte ich meine erste Fressattacke in der Toilette vor mir. Kein Wunder, dass man einer Fressattacke erliegt, nachdem man monatelang gefastet hat und das schlechte Gewissen konnte das natürlich nicht aushalten, weshalb ich es sofort wieder loswerden musste. Naja einmal ist keinmal. Oder anders gesagt: Jetzt, da ich es schonmal gemacht hab, kann ich es auch wieder machen. Und so wurde "Einmal" zu "Einmal die Woche" zu "Einmal täglich" zu "5 mal täglich". Und das war bis Juni 2015 mein Zustand: Frühs in die Uni, versucht so wenig wie möglich zu essen und so viel wie möglich für die Uni zu schaffen, gegen Nachmittag einkaufen gehn in 2-3 verschiedenen Läden, damit keiner merkt, welche Unmengen man besorgt, vollstopfen und wieder entleeren. An manchen Tagen nur einmal, an anderen 5 mal. Und was ich mit meinen Fressattacken die Toilette runterspülte, waren meine Würde und Unmengen an Geld. Solche Unmengen, dass ich Mitte des Monats pleite war. Es war schrecklich. Ich habe mich abgeschottet und nur noch für die ES gelebt, kaum noch meine Familie und Freunde an mich rangelassen. Weihnachten 2014 kam ich nach Hause und alle waren erschrocken, weil ich so dünn war und kraftlos und einfach keinerlei Lebensqualität mehr vorweisen konnte. Meine Glückseligkeit, nach der ich immer so gestrebt hatte, war verpufft. Aber ich hatte das Glück, dass meine Familie, aber viel mehr meine Freunde nicht locker gelassen haben und mich dazu getrieben haben, mir Hilfe zu holen. So hab ich im Juni 2015 eine 12-wöchige Therapie begonnen. Die Therapie ist sehr gut verlaufen, ich hatte davor auf Normalgewicht zugenommen und dieses dort gehalten. Ich hatte neue Lebensenergie, war motiviert, fit und voller Tatendrang. Ich habe in der Klinik meinen jetzigen festen Freund kennen gelernt, der mir wahnsinnig viel Kraft und Unterstützung schenkt und der mich allerweil die ganzen schlechten Gedanken vergessen lässt. Die ersten 3 Monate liefen sehr gut, ich konnte mein Gewicht halten, wenn auch mit striktem Kalorienzählen und Sport, war rückfallfrei und glücklich. So nach und nach hat auch der Kontrollzwang nachgelassen, was es mir erlaubte ohne schlechtes Gewissen zu essen und sogar zu naschen, was ich sehr genossen habe. Und naja natürlich habe ich wieder zugenommen. Ca. 5 kg. Als ich es realisiert habe, ist für mich wieder eine Welt zusammengebrochen. Ich habe mich wieder wie das dicke, kleine Mädchen gefühlt. Unbeliebt, Ungeliebt und Unattraktiv. Widerlich. Und dann hatte ich auch schon meinen ersten Rückfall nach der Therapie. und ratzfatz der 2., 3. usw... Hab mich dann teilweise wieder bis zu 2 mal täglich erbrochen und mich beschissen gefühlt, obwohl ich wieder abgenommen habe. Inzwischen habe ich mal 'ne gute Woche und mal 'ne schlechte. Es ist eben ein Kampf zwischen meinen beiden Seiten. Heute bin ich seit 10 Tagen kotzfrei. Und eben habe ich bemerkt, dass die Kurzfassung doch nicht so kurz ist x)

Alter: 24
 



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Ja.Nein.Ja.Nein.Ja.Nein.

Der Tag hat schon blöd angefangen.Ich hab mich angezogen für mein Workout und angefangen. Nach 15 Minuten bin ich heulend zusammengebrochen, weil mich mein Spiegelbild so angewidert hat. Nach einiger Zeit hatte ich mich beruhigt und versucht etwas für die anstehende Klausur zu machen. Mittagessen: Tomatensuppe.Schon nach den ersten Löffeln hab ich überlegt: Soll ich schnell zum Edeka? Schnell noch Nudeln dazumachen, mit Käse überbacken. Dann vielleicht noch ein Puddingeimer, Schokocroissants.. Nein! Weg mit den Gedanken.Und dann kommen sie wieder... Das Mittagessen einfach schnell auskotzen, zum Edeka und für eine weitere FA einkaufen. Nein. Fuck, ich will das nicht. Ich muss lernen. Und Geld ist den Monat auch knapp.Diese Gedankengänge hatte ich noch ein paar mal.Bin aber zum Glück stark geblieben.
16.3.16 14:52


Erster Eintrag.

Dieser Blog soll meinen Kampf gegen die Bulimie aufzeichnen, Gleichgesinnten Mut machen und Unterstützung geben. Ich möchte damit weder triggern noch "werben", sondern lediglich schreiben, was mich bewegt, mich runterzieht und motiviert.
16.3.16 14:04





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